OP. DR. M. HAKAN BULAM PLASTISCHE, REKONSTRUKTIVE UND ÄSTHETISCHE CHIRURGIE
Brustästhetik

Brustvergrößerung mit Preserve und MIA

Preserve und MIA sind Ansätze zur Brustvergrößerung mit Implantaten über dem Muskel. Wir erläutern die geeigneten Möglichkeiten anhand Ihrer gewünschten Fülle, der Dicke Ihres Brustgewebes und der vorhandenen Form.

Verfasst von: Op. Dr. M. Hakan Bulam, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert: Medizinisch geprüft: Op. Dr. M. Hakan Bulam, Türkischer Ausgangstext,
Auf dieser Seite 12 Abschnitte
  1. 01Überblick
  2. 02Gewebeschonender Ansatz zur Brustvergrößerung
  3. 03Wie wird die Preserve-Methode geplant?
  4. 04Fragen Sie den Assistenten
  5. 05Minimalinvasive Brustvergrößerung mit MIA
  6. 06Unterschiede zur Lage unter dem Muskel und zu Dual Plane
  7. 07Für wen können Preserve und MIA geeignet sein?
  8. 08Wann ist ein anderer Plan erforderlich?
  9. 09Pinch-Test und Brustmessungen bei der Untersuchung
  10. 10Auswahl des Narkoseverfahrens
  11. 11Häufige Fragen
  12. 12Verwandte Behandlungen

Preserve und MIA sind Ansätze zur Brustvergrößerung mit Implantaten, nach denen auch unter dem Begriff gewebeschonende Brustvergrößerung gesucht wird. Bei diesen Methoden streben wir an, das vorhandene Brustgewebe und seine Verbindungen zu den stützenden Strukturen zu erhalten. Wenn Sie über mehr Volumen nachdenken, können wir zunächst besprechen, wie die gewünschte Fülle zur Dicke Ihres Brustgewebes und zu Ihrem Brustbau passt.

MIA bezeichnet einen minimalinvasiven Ansatz zur Brustvergrößerung, bei dem der chirurgische Zugang und der für das Implantat vorbereitete Raum begrenzt bleiben. Preserve stellt den Erhalt von Brustgewebe, Nerven, Bändern und Muskel in den Mittelpunkt. Bei den unter diesen Namen beschriebenen Eingriffen werden Implantate verwendet und chirurgische Taschen entsprechend ihren Maßen vorbereitet.

Gewebeschonender Ansatz zur Brustvergrößerung

Wenn wir Platz für das Implantat schaffen, wählen wir aus, welche Schichten zwischen Brustgewebe und Muskel voneinander gelöst werden. Grundlage dafür sind die Fläche, die die Brust auf der Brustwand einnimmt, und der Gewebemantel, der vor dem Implantat verbleibt. Das Operationsgebiet passen wir an die Breite, Höhe und Ausladung des Implantats nach vorne an.

Die Brust besteht aus Milchdrüsen, Fettgewebe und dem sie umgebenden Bindegewebe. Hinter diesen Strukturen liegt der große Brustmuskel. Seine Oberfläche wird von einer dünnen Bindegewebsschicht, der Faszie, bedeckt. Brusthaut und Unterhautgewebe bilden den äußeren Teil des Mantels, der vor dem Implantat liegen wird.

Bindegewebsausläufer durchziehen die Brust und verbinden die Haut mit den tiefer liegenden Geweben. Diese stützenden Bänder tragen zur Lage und Form der Brust bei. Auch die Unterbrustfalte, die natürliche Falte am unteren Brustrand, hängt mit Gewebeverbindungen zusammen und gibt die untere Grenze der Implantattasche vor.

Wir erläutern, was Gewebeerhalt für Sie bedeutet, indem wir zeigen, welche Strukturen vor und hinter dem Implantat verbleiben. Ein Implantat über dem Muskel wird vom vorhandenen Brustgewebe und je nach gewählter Ebene von der Muskelfaszie bedeckt. Damit wir diese Lage empfehlen können, muss dieser Gewebemantel ausreichend dick sein.

Wie wird die Preserve-Methode geplant?

Beim Preserve-Ansatz streben wir an, die natürliche Bruststruktur und das stützende Gewebe zu erhalten. Brustgewebe, Nerven, Bänder und Muskel sind die anatomischen Bestandteile dieser Planung. Wenn wir über dem Muskel Platz für das Implantat schaffen, orientieren wir uns an den vorhandenen Brustgrenzen und der Volumenverteilung.

Das Implantat kann unter dem Brustgewebe oder unter der Muskelfaszie liegen. Die Lage unter dem Brustgewebe heißt subglandulär, die unter der Muskelfaszie subfaszial. In beiden Fällen liegt das Implantat über dem großen Brustmuskel, und die Tasche wird ohne Durchtrennung des Muskels vorbereitet.

Über einen kleinen Schnitt erreichen wir den Bereich, in den das Implantat eingesetzt wird. Die Position des Hautzugangs und die Grenzen der inneren Tasche planen wir anhand der Implantatmaße. Schnittlänge und Taschenbreite sind unterschiedliche Maße derselben Operation.

Wenn wir Ihnen Preserve erläutern, orientieren wir uns an der Gewebedicke im oberen Brustbereich, der Länge des unteren Brustbereichs und der seitlichen Grenze. Diese Maße zeigen, welcher Gewebemantel über dem Implantat liegen wird. Anhand dieser Maße können wir auch erklären, ob die gewünschte Fülle mit einer Platzierung über dem Muskel vereinbar ist.

Bei einer subglandulären Tasche bleibt die Muskelfaszie hinter dem Implantat. Bei einer subfaszialen Tasche wird sie von der Muskeloberfläche gelöst und Teil der Bedeckung vor dem Implantat. Die Muskelfaszie ist dünnes Bindegewebe; der darunterliegende Muskel hat eine andere Dicke und Struktur.

Minimalinvasive Brustvergrößerung mit MIA

Beim MIA-Ansatz wird über einen kleinen Schnitt eine klar begrenzte Tasche passend zu den Implantatmaßen vorbereitet. Das Implantat liegt oberhalb des Muskels und hinter dem Brustgewebe. Bei der Taschenvorbereitung orientieren wir uns daran, wie sich der benötigte Raum zu den vorhandenen stützenden Strukturen der Brust verhält.

Der Ausdruck enge Tasche, auf den Sie bei Beschreibungen von MIA stoßen können, bezeichnet einen an die Implantatmaße angepassten Raum. Die Tasche wird so vorbereitet, dass sie der Breite und Höhe des Implantats entspricht. Bei der Volumenwahl berücksichtigen wir auch das Brustgewebe, das diesen begrenzten Raum bedecken wird.

Der Raum hinter dem Brustgewebe und der Raum unter der Muskelfaszie sind unterschiedliche Schichten oberhalb des Muskels. Eine Tasche unter der Muskelfaszie heißt subfasziale Tasche. Beim MIA-Ansatz mit begrenzter Tasche bildet die Lage hinter dem Brustgewebe die Grundlage, während der Muskel hinter dem Implantat bleibt.

Für MIA wählen wir das Implantat anhand der Grenzen der vorhandenen Brustbasis. Ein maßvolles Volumen bezeichnet eine Größe, die zu Ihrer Brustbasis und Ihrem Gewebemantel passt. Erfordert Ihr Volumenwunsch eine Tasche außerhalb dieses Bereichs, kommt ein anderer Vergrößerungsplan infrage.

Wenn Sie zwischen Preserve und MIA abwägen, können Sie nach dem Zugangsweg und der Gewebeschicht fragen, in der das Implantat liegen wird. Bei der Untersuchung erklären wir diese Einzelheiten anhand Ihres Brustbaus. Soll auch eine abgesunkene Brustwarze versetzt werden, fließt die für eine Straffung erforderliche Hautanpassung in den Plan ein.

Schnittlage und Implantatzugang bei MIA

Beim MIA-Ansatz liegt der Schnitt in einer Hautfalte der Achselhöhle. Von dort wird ein Weg zum Brustbereich vorbereitet, über den die Implantattasche oberhalb des Muskels erreicht wird. Auf diesem Weg gelangt das Implantat in den Raum hinter dem Brustgewebe. Der Zugang in der Achselhöhle und der Brustbereich, der an Volumen gewinnen soll, sind unterschiedliche Abschnitte desselben chirurgischen Zugangswegs.

Das über die Achselhöhle eingesetzte Implantat wird entsprechend der gewählten Breite und Höhe in der Brust positioniert. Dass der Hautschnitt von der Brust entfernt liegt, schließt keine Veränderung der Brustwarzenposition ein. Soll die Brustwarze versetzt oder der Warzenhof, also der sie umgebende pigmentierte Bereich, verkleinert werden, ist dafür eine gesonderte Hautplanung erforderlich.

Unterschiede zur Lage unter dem Muskel und zu Dual Plane

Bei der klassischen Lage unter dem Muskel wird das Implantat in einen unter dem großen Brustmuskel vorbereiteten Raum eingesetzt. Muskelgewebe liegt vor allem vor dem oberen Implantatbereich. Wie die unteren Muskelansätze angepasst werden, hängt vom Umfang der gewählten Technik unter dem Muskel ab.

Dual Plane bedeutet eine Platzierung in zwei Ebenen. Der obere Implantatteil wird vom Muskel, der untere vom Brustgewebe bedeckt. Der untere Muskelrand und die Verbindungen zwischen Brustgewebe und Muskel werden entsprechend vorbereitet. Der Begriff beschreibt, dass unterschiedliche Teile desselben Implantats unter unterschiedlichen Gewebeschichten liegen.

Bei der Lage über dem Muskel, auf die wir bei Preserve und MIA eingehen, bleibt der Brustmuskel hinter dem Implantat. Da das eigene Brustgewebe die Vorderseite des Implantats bedeckt, richten wir die Größenwahl nach der Dicke dieses Gewebemantels aus.

Schnittlage und Platzierungsebene sind unterschiedliche Merkmale. Zugänge wie Unterbrustfalte oder Achselhöhle beschreiben, von wo aus das Operationsgebiet erreicht wird. Die Angaben unter dem Muskel, über dem Muskel und unter der Muskelfaszie bezeichnen dagegen die Position des Implantats im Verhältnis zu den Geweben.

Bei dünnem Brustgewebe kann eine zusätzliche Bedeckung des Implantats durch den Muskel in Betracht kommen. Bei einem Implantat oberhalb des Muskels bildet dagegen die Bedeckung durch das Brustgewebe die Grundlage. Dieser Unterschied im Aufbau bedeutet nicht, dass in jeder Platzierungsebene dasselbe Implantat oder dasselbe Volumen gewählt wird.

Für wen können Preserve und MIA geeignet sein?

Wir erwägen diese Ansätze bei Menschen, die erstmals eine Brustvergrößerung wünschen, keine ausgeprägt abgesunkene Brust haben und über ausreichend Brustgewebe zur Implantatbedeckung verfügen. Wenn Sie Ihr Wunschvolumen beschreiben, können Sie die Fülle im oberen Bereich oder die Seitenansicht ansprechen. Diesen Wunsch gleichen wir mit den Maßen der Brustbasis und des Hautmantels ab.

Wenn zuvor keine Brustoperation stattgefunden hat, lassen sich die natürliche Brustbasis und die Beziehungen zwischen den Geweben unmittelbar untersuchen. Die Gewebedicke ist bei jeder Brust unterschiedlich. Eine kleine Brust kann eine ausreichende Bedeckung bieten, während bei einer voluminösen Brust einzelne Bereiche dünn sein können.

Ob die Brust abgesunken ist, bestimmen wir anhand der Position der Brustwarze im Verhältnis zur Unterbrustfalte. Hat der obere Bereich an Volumen verloren, während die Brustwarzenposition erhalten ist, richtet sich die Vergrößerung nach diesem Bedarf an Fülle. Liegt die Brustwarze tief und ist deutlicher Hautüberschuss vorhanden, erläutern wir zusätzlich den Bedarf an einer Straffung.

Ausreichend Gewebe bezieht sich neben der Gesamtgröße der Brust auch auf die Gewebeverteilung. Die Bereiche, die die oberen und inneren Implantatränder bedecken sollen, werden gesondert untersucht. Im unteren Bereich konzentriertes Brustgewebe sagt nicht aus, dass im oberen Bereich ein ebenso dicker Gewebemantel vorhanden ist.

Die Elastizität der Haut beeinflusst, wie sich das gewählte Implantat in den vorhandenen Brustmantel einfügt. Die Breite der Brustbasis und die Länge des Hautmantels sind unterschiedliche Maße. Passt der Volumenwunsch zu diesen Messwerten, lässt sich eine anatomische Planung für die Lage über dem Muskel erstellen.

Auch für diese Ansätze gehören eine abgeschlossene Brustentwicklung und ein Gesundheitszustand, der eine Operation erlaubt, zu den Voraussetzungen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit verändern sich Volumen und Verteilung des Brustgewebes, weshalb keine ästhetische Vergrößerung geplant wird. Ein Kinderwunsch kann bei der Volumenwahl anhand der bestehenden Brustform angesprochen werden.

Wann ist ein anderer Plan erforderlich?

Ein ausgeprägtes Absinken, ein sehr dünner Gewebemantel, der Wunsch nach großem Volumen und eine frühere Brustoperation erfordern eine gesonderte Planung außerhalb des Ansatzes mit begrenzter Tasche. Trifft eines dieser Merkmale auf Sie zu, können Sie bei der Untersuchung auch nach anderen chirurgischen Möglichkeiten fragen, die zu Ihrem Volumenwunsch und Ihrer Brustform passen.

Bei ausgeprägtem Absinken umfasst die Straffung das Versetzen der Brustwarze und die Anpassung überschüssiger Haut. Besteht außerdem ein Volumenwunsch, können Vergrößerung und Straffung in denselben Operationsplan aufgenommen werden.

Bei sehr dünnem Brustgewebe kann die Bedeckung für ein Implantat über dem Muskel begrenzt sein. Je nachdem, in welchem Brustbereich die Gewebedicke eingeschränkt ist, erläutern wir andere Platzierungsmöglichkeiten. Auch bei der Lage unter der Muskelfaszie wird Brustgewebe zur Bedeckung des Implantats benötigt.

Bei einem großen Volumenwunsch werden die Implantatbasis und die Ausladung nach vorne mit den Grenzen des vorhandenen Gewebes abgeglichen. Passt Ihr Wunsch nicht zum Ansatz mit begrenzter Tasche, besprechen wir die Fläche, die das Implantat auf Ihrem Brustkorb einnehmen würde, und andere Platzierungsmöglichkeiten. Die Breite der Brustbasis fließt bei jeder dieser Möglichkeiten in die Volumenentscheidung ein.

Eine Revision ist ein erneuter chirurgischer Eingriff an einer bereits operierten Brust. Die vorhandene Implantattasche, frühere Schnitte und veränderte Gewebeverbindungen sind Bestandteile der neuen Planung. Die für eine erstmalige Vergrößerung beschriebene Vorbereitung einer engen Tasche erklärt daher allein nicht den Umfang einer Revision.

Pinch-Test und Brustmessungen bei der Untersuchung

Um die Gewebedicke zu erfassen, prüfen wir den Gewebemantel in verschiedenen Brustbereichen mit den Händen. Beim Pinch-Test werden Haut und darunterliegende Weichteile zwischen den Fingern gefasst. Die entstandene Falte gibt Aufschluss über die Dicke des Gewebemantels. Die Befunde im oberen, inneren und unteren Bereich werden dem vorgesehenen Implantatbereich zugeordnet.

Die beim Pinch-Test gefasste Falte enthält die Haut und das darunterliegende Gewebe. Ihre Dicke steht in Beziehung zum Weichteilmantel vor dem Implantat. Brustvolumen und Muskelstruktur sind gesonderte Merkmale. Deshalb wird der Test durch weitere Untersuchungsbefunde wie die Breite der Brustbasis und die Brustwarzenposition ergänzt.

Wir messen den Abstand zwischen Brustwarze und Unterbrustfalte, um zu erfassen, welchen Raum der untere Bereich für das Implantat bietet. Die Höhe der Brustwarze und die Lage der Falte können rechts und links unterschiedlich sein. Anhand dieser Maße legen wir die Implantatbasis und die untere Taschengrenze fest.

Auch die Brustkorbbreite, die von den Brüsten auf der Brustwand eingenommene Fläche und ihr Abstand zueinander gehören zur Untersuchung. Anhand dieser Anatomie klären wir, ob Sie sich Fülle im oberen Bereich oder mehr Ausladung nach vorne wünschen. Da Implantate mit gleichem Volumen unterschiedlich breit sein und unterschiedlich weit nach vorne ragen können, zeigen wir Ihnen bei der Auswahl auch diese Maße.

Unterschiedliche Formen der rechten und linken Brustwand können dazu beitragen, dass die Brüste in verschiedene Richtungen weisen oder unterschiedlich hoch stehen. Bei der Implantatwahl wird unterschieden, welcher Anteil dieser Differenz vom Brustgewebe und welcher von der Brustwand ausgeht. Entsprechend werden die Basis jeder Brust, die Neigung der Brustwand und die Ausrichtung der Brustwarze festgehalten.

Implantatvolumen, Basisbreite und Profil sind unterschiedliche Merkmale. Das Profil bezeichnet die Ausladung nach vorne im Verhältnis zur Basis. Implantate mit gleichem Volumen können sich in Breite und Profil unterscheiden. Eine schmale Brustbasis begrenzt die mögliche Breite, während der vorhandene Gewebemantel in die Planung des nach vorne hinzukommenden Volumens einfließt.

Wenn Sie sich eine maßvolle Fülle wünschen, können wir zunächst darüber sprechen, in welchem Brustbereich sie entstehen soll. Das Auffüllen des oberen Bereichs und eine stärkere Ausladung der Brust nach vorne betreffen unterschiedliche Implantatmaße. Bei der Planung einer gewebeschonenden Tasche gleichen wir diesen Wunsch mit der Implantatbasis und dem Gewebe ab, das die Vorderseite bedecken wird.

Die Lage der Brustwarze zur Mittellinie des Brustkorbs fließt in die Bestimmung des Bereichs ein, auf den das Implantat zentriert wird. Weist die Brustwarze nach außen, wird die Mitte der Implantatbasis unter Berücksichtigung der Lage des eigenen Brustgewebes auf dem Brustkorb festgelegt. Auch die Neigung der Unterbrustfalte und die äußere Brustgrenze sind anatomische Orientierungspunkte für die Taschenlage.

Vorhandene bildgebende Brustuntersuchungen, Biopsiebefunde und Brusterkrankungen in der Familie bilden im Gespräch zur Vergrößerung ein eigenes Thema neben den chirurgischen Messungen. Eine Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe zur Untersuchung. Die Lage des Implantats über dem Muskel ändert nichts an dieser Beurteilung der Brustgesundheit. Erforderliche Untersuchungen richten sich nach der Vorgeschichte und dem Untersuchungsbefund.

Fotos können erste Informationen über die äußere Brustkontur, Formunterschiede zwischen rechts und links und die Ausrichtung der Brustwarzen liefern. Die Hautelastizität und die Dicke des Gewebes, das das Implantat bedecken wird, lassen sich dagegen durch Abtasten feststellen. Besonders bei einer geplanten Lage über dem Muskel liefern diese Messungen Informationen, die über die auf Fotos erkennbare Größe hinausgehen.

Auswahl des Narkoseverfahrens

Bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten kommen Vollnarkose oder in geeigneten Fällen örtliche Betäubung mit Sedierung infrage. Örtliche Betäubung bedeutet, dass das Operationsgebiet betäubt wird. Bei einer Sedierung wird der Bewusstseinszustand unter Aufsicht eines Anästhesisten beeinflusst. Die Auswahl richtet sich nach dem Operationsumfang und dem Gesundheitszustand.

Die Narkosewahl bei Preserve und MIA hängt vom Gesundheitszustand und vom Umfang des Operationsplans ab. Zum chirurgischen Umfang gehören der vorgesehene Implantatbereich, eine möglicherweise zusätzlich erforderliche Straffung und frühere Brustoperationen. Eingenommene Medikamente, die Krankengeschichte und frühere Narkoseerfahrungen werden bei der anästhesiologischen Untersuchung erfasst.

Zuletzt aktualisiert: · Op. Dr. M. Hakan Bulam

Häufige Fragen

Was ist eine Brustvergrößerung mit Preserve?

Dieser Ansatz zielt darauf ab, Brustgewebe, stützende Bänder, Nerven und den Muskel zu erhalten. Das Implantat wird in eine Tasche unter dem Brustgewebe oder unter der Muskelfaszie eingesetzt, die ohne Durchtrennung des Muskels vorbereitet wird.

Wie erfolgt eine Brustvergrößerung mit MIA?

Über einen kleinen Schnitt wird eine begrenzte Tasche passend zu den Implantatmaßen vorbereitet. Das Implantat wird oberhalb des Muskels in den Raum hinter dem Brustgewebe eingesetzt.

Für wen können Preserve und MIA geeignet sein?

Diese Ansätze können für Menschen infrage kommen, die erstmals eine Brustvergrößerung erwägen und keine ausgeprägt abgesunkene Brust haben. Außerdem braucht es ausreichend Gewebe zur Bedeckung des Implantats und einen Volumenwunsch, der zur Brustbasis passt.

Kommen diese Methoden bei sehr dünnem Brustgewebe infrage?

Sehr dünnes Gewebe kann bedeuten, dass die Bedeckung für ein Implantat über dem Muskel nicht ausreicht. In diesem Fall muss die Platzierungsebene neu gewählt werden.

Korrigieren Preserve und MIA eine abgesunkene Brust?

Diese Ansätze dienen der Volumenergänzung durch Implantate. Bei ausgeprägtem Absinken ist eine Straffungsplanung erforderlich, die überschüssige Haut und die Position der Brustwarze berücksichtigt.

Ist unter der Muskelfaszie dasselbe wie unter dem Muskel?

Eine Tasche unter der Muskelfaszie liegt unter dem Bindegewebe, das die Muskeloberfläche bedeckt, und oberhalb des Muskels. Bei einer Tasche unter dem Muskel trägt auch der Brustmuskel zur Implantatbedeckung bei.

Kann MIA nach einer früheren Brustoperation angewendet werden?

Die durch die frühere Operation veränderten Gewebebeziehungen und die vorhandene Implantattasche erfordern eine gesonderte Revisionsplanung. Der für eine erstmalige Vergrößerung beschriebene Ansatz mit begrenzter Tasche lässt sich nicht unmittelbar auf diese Brüste übertragen.

Welche Narkose wird bei Preserve und MIA eingesetzt?

Es kommen Vollnarkose oder in geeigneten Fällen örtliche Betäubung mit Sedierung infrage. Die Auswahl erfolgt gemeinsam mit dem Anästhesisten nach dem Operationsumfang und dem Gesundheitszustand.

Wo liegt der Schnitt bei einer Brustvergrößerung mit MIA?

Beim MIA-Ansatz wird die Implantattasche über einen Schnitt in der Achselhöhle erreicht. Der Zugangsweg zwischen dem Schnitt und der Brust führt zur Tasche, die oberhalb des Muskels vorbereitet wird.

Was unterscheidet Preserve von MIA?

Preserve beruht auf einer Implantatlage über dem Muskel mit dem Ziel, Brustgewebe und stützende Strukturen zu erhalten. MIA wird durch einen begrenzten Zugang und eine an die Implantatmaße angepasste Taschenvorbereitung beschrieben. Bei der Auswahl erläutern wir den Zugangsweg, den Gewebemantel und das gewünschte Volumen jeweils gesondert.

Kann ich bei Preserve und MIA meine Wunschgröße wählen?

Die Volumenwahl wird durch die Breite Ihrer Brustbasis und die Dicke des Gewebes begrenzt, das das Implantat bedecken wird. Bei der Untersuchung können wir erklären, wie die gewünschte Fülle zu diesen Maßen passt. Erfordert Ihr Volumenwunsch eine größere Tasche, können auch andere Vergrößerungspläne infrage kommen.

Wie kann ich aus dem Ausland wegen Preserve oder MIA Kontakt aufnehmen?

Wenn Sie möchten, können Sie Fotos und Ihre Erwartungen an die Vergrößerung in einem Online-Vorgespräch teilen. Dabei erläutern wir den Umfang der gewebeschonenden Ansätze. Ob eine Lage über dem Muskel geeignet ist, bestimmen wir anhand der Gewebemessungen bei der Untersuchung.

Wie werden die Kosten einer Brustvergrößerung mit Preserve oder MIA bestimmt?

Die Kosten richten sich nach dem bei der Untersuchung festgelegten Plan für die Vergrößerung mit Implantaten und dem Umfang des Eingriffs.

Verwandte Behandlungen

Häufig gemeinsam besprochen

Artikel zu diesem Thema

Termin

Möchten Sie mehr erfahren?

Informationsanfrage zum Thema Brustvergrößerung mit Preserve und MIA. Die Praxis ruft Sie an.

Gespräch vereinbaren.

Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten oder schreiben Sie über WhatsApp, damit die Praxis sich bei Ihnen melden kann. Wenn Sie weiter weg wohnen, können Sie eine Online-Einschätzung anhand Ihrer Fotos anfragen.